Schneller Sommer-Snack

Feierabend? Hunger? Warm? Aber bitte nicht so mächtig? Der ideale Sommer-Snack: Garnelen mit Knoblauch und Zucchini-Julienne. Geht ratzfatz und ist einfach lecker.

Zunächst Zucchini in dünne Streifen schneiden, geht am handlichsten mit einem Julienne-Schneider. Garnelen waschen, ein bisschen Olivenöl in die Pfanne und die Dinger scharf anbraten. Würzen mit Salz, Pfeffer und etwas Chilipulver. 

Wenn Sie schön rosa sind ordentlich Knoblauch dazu und die Zucchini-Julienne. Das Ganze noch etwas 1-2 Minuten in der Pfanne schwenken – fertig! Ideal für den kleinen Hunger und wenn man abends keine Lust hat, noch großartig den Kochlöffel zu schwingen. 

Yummy!

Arroz negro – schwarze Paella

Am Sonntag gab es bei uns „Arroz negro“ – die sogenannte schwarze Paella. Schwarz deshalb, weil sie mit Calamar-Tinte gekocht wird. Es ist mit Sicherheit kein Gericht, was optisch anspricht – es sieht einfach fies aus, ist aber einfach unglaublich lecker und schmeckt herrlich nach Urlaub.

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Das Aufwendigste an dem ganzen Gericht ist sicherlich, dass man ein gutes mis-en-place braucht, der eigentlich Kochprozess ist aber easy und geht super schnell. Hier im Einzelnen, wie ich die schwarze Paella zubereitet habe.

Für 2 Personen:

6 große Garnelen / eine Calamartube oder 4 Babycalamari / eine große Zwiebel / eine rote Paprika / ein Bund Petersilie / eine große Knoblauchzehe / 2 reife Tomaten / ein wenig Weißwein / Paellareis / Calamartinte / Salz / eine Paellapfanne

Man schneidet als Erstes die Meerestiere in kleine, mundgerechte Stücke und die Zwiebel und die Paprika in kleine Würfel. Die beiden reifen Tomaten reibt man mit der Reibe – so werden sie gestückelt und praktischerweise gleich filetiert – da die Haut übrig bleibt.

calamar

scampi

tomate

Im Mörser stellt man aus der Petersilie, dem Knoblauch und etwas Weißwein einen Sud her, mit dem man später ablöscht.

petersilie

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Wie gesagt, es bedarf einer guten Vorbereitung, der Rest ist dann einfach – alles nach und nach in die Pfanne geben.

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Das wichtigste ist natürlich die Calamartinte – und die ist gar nicht so schwierig zu besorgen. Ich muss also nicht morgens um 5 beim Fischhändler stehen und warten, bis der Fischer dem Tier das Zeug abgezapft hat. Nein, es gibt die Tinte ganz komfortabel in fast jedem Asialaden in kleinen Tütchen abgepackt für ca. 1 Euro das Stück.

Diese Tinte mischt man dann einfach mit etwas Wasser, so dass man etwa auf 200 ml kommt.

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Wichtig ist auch der Reis, denn Achtung: anders als man glauben könnte, tut es ein Risotto-Reis eben nicht! Der hat bekanntlich viel Stärke und wird „schlotzig“. Die richtig guten Sorten für eine Paella sind entweder ein Rundkornreis oder ein Mittelkornreis. Das große, weiße und runde Korn muss vor allem viel Wasser aufsaugen können. Trotzdem bleibt das Korn bei guten Sorten bissfest. Ich haben den Reis von La Cigala benutzt – gibt es beim spanischen Händler oder eben im Internet.

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Wenn man nun ein ordentliches mis-en-place hat, geht’s los.

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Die Paellapfanne habe ich auch aus dem Internet, diese wird zunächst mit etwas Olivenöl eingefettet.

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Als erstes werden die Zwiebeln und die Paprika angeschwitzt, danach kommen dann direkt die Meeresfrüchte dazu.

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Wenn das Ganze etwas gebraten ist, löscht man es mit dem Sud aus dem Mörser ab und gibt dann die Tomatenstücke mit dazu.

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Alles gut durchziehen lassen. Und schon ist man beim Reis angekommen. Eine große Tasse Reis und 2 große Tassen Wasser dazu geben. Alles etwas köcheln lassen und dann die Wasser-Tintenmischung dazu geben.

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Etwa 10 Minuten köcheln lassen und dann kommt die Pfanne für etwa 15-20 Minuten bei 180 Grad in den Backofen, bis die Flüssigkeit komplett verdampft ist.

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Serviert wird das Gericht mit etwas Aioli und Brot. Und es ist so mmmmmmhhhmmmm!

Einfach eine tolle Variante zur üblichen Paella. Wer den Geschmack von Meeresfrüchten mag, sollte es unbedingt mal ausprobiren.. das Ding macht richtig was her!

Salud!

 

 

Fischers Fritze… Nicht Frischfisch.

Heute hatte ich spontan Lust auf Schalentiere mit Knoblauch. Da der Supermarkt auf dem Heimweg nicht über eine Fischtheke verfügt, musste TK herhalten. Meine Entscheidung für Spaghetti Frutti di Mare war schnell getroffen. Nicht, dass die Auswahl an Scampi, Krabben, Gambas, Black,- White,- King,- oder was auch immer Prawns nicht ausreichend groß war. Nein –  von den bestimmt 8 verschiedenen Packungen, stammten alle aus Südostasien – lecker Aquakultur. Da dieses Getier nicht selten in einer mit Antibiotika vollgepumpten Kloake gedeiht, ist es schon beinahe belustigend, dass eine Sorte sogar den Aufdruck „geschält und entdarmt“ trägt.

Mehr als angenehm überrascht war ich allerdings, als ich eben den Beutel Frutti di Mare des französischen Herstellers „Escal“ in der Hand hielt und mich über die Herkunft des Inhalts schlau gemacht habe.

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Ok, die Miesmuscheln kommen zwar aus Aquakultur, aber das ist mittlerweile bei den meisten so.

Bei den Pfahlmuscheln sieht das nicht großartig anders aus.

Aber der Rest dieser Mischung hat tatsächlich wild im Ozean gelebt!

Was allerdings fast überflüssig ist: die Meeresfrüchte sind glasiert. Das ist zwar nett anzuschauen, soll den Fisch länger haltbar machen und vor dem Austrocknen schützen. Es dient aber auch dazu, das Bruttogewicht zu erhöhen! Ich hab das hier nicht nachgewogen, aber tatsächlich können so bei Fisch locker 20% Gewicht draufgeschummelt werden! Mehr soll aber auch möglich sein.

So oder so, der 450g-Beutel reicht ohne weiteres für zwei Personen für zwei Mahlzeiten – abends, unter der Woche.

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Wie das geht? Ganz einfach:

Spaghetti kochen.
Knoblauch, eine Schalotte und ein paar getrocknete Tomaten klein hacken.

Die Schalotte in Olivenöl glasig anbraten, die Meeresfrüchte, die Tomaten und Knoblauch hinterherwerfen. Wenn das Ganze schön angebraten ist und der Duft in die Nase steigt, mit Weißwein ablöschen. Ein bisschen Zitronenabrieb schadet ganz bestimmt nicht. Und weil Petersilie nunmal zu allem schmeckt, kann noch ein schöner Klecks Chimichurri dran.

Das bleibt exakt so lange in der Pfanne wie man braucht, um die Nudeln abzugießen und Parmesan zu reiben. Echt lecker!

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Und wer sich gefragt hat, was ist eigentlich Chimichurri? Das wird hier natürlich auch noch erklärt.
Geschmackvolle Dienstagsgrüße!

Spaghetti Vongole

Ich hatte das Glück und habe am Samstag auf dem Rheydter Markt Venusmuscheln ergattert. Und zwar frisch! Zugegeben, mit 18,00 € im Kilo nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber man gönnt sich ja sonst nix. Habe sie dann auf einer kleinen Eisschicht in einer Tüte noch bis Sonntag im Kühlschrank gelagert.

Und ich hatte schrecklich Gewissensbisse – macht nicht den Kühlschrank auf, wenn ihr lebende Muscheln drin habt und den Plan, die Dinger zu essen. Sie öffnen sich ganz leicht und man hat den Eindruck, sie gucken einen vorwurfsvoll an.

In Portugal habe ich mal Venussmuscheln mit Schweinefleisch gegessen – abgefahrene Zusammenstellung. Ich habe mich aber erstmal mit den klassischen „Spaghetti Vongole“ begnügt und das Ergebnis – mehr als vorzeigbar.

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Als allererstes ordentlich abwaschen, da doch hier und da noch Sand dranhängt. Es gilt wie bei allen Muscheln: bereits Geöffnete wegwerfen und nach dem Köcheln noch Geschlossene ebenfalls.

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Ich habe eine Gewürzmischung kreiert, aus Tellicherrypfeffer (etwas würziger als normaler schwarzer Pfeffer, weil Spätlese), Meersalz, Chilliflocken und Paprika.

Kräuterbeigabe: Schalotten, Petersilie, Lauchzwiebeln und Knoblauch.

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Zunächst Olivenöl in einem Topf erhitzen. Wenn das Öl auf Temperatur ist, die Muscheln und die Gewürze in den Topf geben und den Deckel drauf. Ein paar Minuten dünsten und dann mit Weißwein ablöschen, die Muscheln sollten jetzt schon alle auf sein.

Jetzt noch die Kräuter und Zwiebeln in den Topf und 2 Knoblauchzehen auspressen. Das ganze noch 5-10 Minuten ziehen lassen. Auf den Spaghetti anrichten – fertig.

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Der Sud, der so entsteht ist hammermäßig. Schmeckt schön nach Knoblauch und die Gewürze harmonieren perfekt mit den Muscheln. Venusmuscheln sind sehr klein, dafür aber umso intensiver im Geschmack.

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Auf eine schöne, neue, geschmackvolle Woche!