Resthitze-Rezept #1

Komischerweise hat mein Grill immer dann die perfekte Glut, wenn ich mit dem eigentlichen Grillen fertig bin – gut, man ist ungeduldig und hat Hunger, oder hat eh zu viel Kohle im Höllenfeuer. 

Aber natürlich kann man mit der Resthitze im Backofen einiges anstellen. 

Wir hatten einige Kartoffeln übrig und daraus entsteht im Nu und quasi fast von alleine ein toller Kartoffelsalat. 

Einfach die Kartoffeln so wie sie sind, mit Schale indirekt eine Stunde per Resthitze mit geschlossenem Grilldeckel backen, bis sie aussen schrumpelig und trocken sind.

Dann mit Schale würfeln.

Ein bisschen Joghurt dran, und frischen Schnittlauch. Idealerweise wächst der direkt neben dem Grill. Salzen – etwas Paprikapulver- fertig! Schmeckt schön nach Röstaromen und ist kalt und lauwarm ein Fest. 

Demnächst weitere Ideen auf diesem Kanal. 

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Ente gut, alles gut. Hallo, Herbst!

Die Tage werden kürzer und ob man will oder nicht – plötzlich ist Herbst. Das Gute daran ist natürlich, dass es endlich wieder Wild und Wildgeflügel auf dem Markt gibt und so stehe ich vor der Wahl: Entenbrust – 16,90 € im Kilo, oder mal was ganz anderes: Flugentenkeule für 8,00 € im Kilo. Und Tatsache: Ich habe nur noch 20 Euro Bargeld im Portemonnaie, womit die Entscheidung unfreiwillig getroffen ist. Aber das sollen wir nicht bereuen. 4 Flugentenkeulen – 15,00 kann man machen.

Ich habe daran gedacht, die Enten zu schmoren – weil sie sich dann am Sonntag ja fast von alleine machen, denn statt den ganzen Tag in der Küche zu stehen, kann man schliesslich auch auf dem Sofa liegen.

Bereits am Samstag habe ich die Keulen mariniert: Honig, Senf, Olivenöl, Salz und Pfeffer im Mixer zu einer homogenen Masse vermischt und die Keulen damit eingerieben und über Nacht in den Kühlschrank gepackt. Zuvor habe ich von den Keulenseiten etwas Entenfett abgezwackt, um am nächsten Tag das Gemüse damit anzubraten.

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Am Sonntag ist es dann soweit… wie um Himmels Willen mache ich eigentlich die Soße? Kreativität ist gefordert – und zunächst wirkt es auch so, als ob ich mich mit dieser Honig-Senf-Geschichte zu stark eingeschränkt habe, was die Wahl der Schmorbeigaben anbelangt. Wie das Ganze ausgehen soll, habe ich nicht bedacht und es passt tatsächlich nicht ganz so viel zu Honig-Senf – beim Blick in den Kühlschrank wird mir bewußt, dass ich wohl mit dem auskommen muss, was da ist.

Also entscheide ich mich für Schalotten, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Äpfel – die pflückt Deniz von unserem Apfelbaum – wie romantisch und ja so unfassbar nachhaltig und slow-food und so.

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Zunächst lasse ich die Entenhaut im Schmortopf aus, bis genug Fett ausgetreten ist.

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Dann gebe ich das Gemüse und die Äpfel dazu und brate sie, bis Röstaromen entstehen. Ich lösche das Ganze dann mit der restlichen Marinade ab, denn als ich die Enten abtropfen liess, blieb davon einiges über und das wollen wir ja nicht in den Abfluss gießen.

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Darüber gieße ich zusätzlich 2 Tassen Wasser, gewürzt wird mit Sojasauce, Salz, Pfeffer und hey, noch ein bisschen Zucker. Ich probiere – und.. naja, geht so. Irgendwie etwas bitter.. aber ich denke mir, die Zutaten werden noch so viele „heiße Stunden“ miteinander im Ofen verbringen – die werden noch warm miteinander.

Als das Ganze etwas geköchelt hat, gebe ich die Enten dazu packe den Schmortopf bei 130 Grad in den Ofen – dort sollen die Keulen nun 4 wunderbare Stunden verbringen. Also: ich habe die Enten roh und mariniert wie sie waren dazu gegeben, es ist nicht nötig, sie vorher anzubraten.

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Schon in der ersten Stunde zieht ein Duft durch die Bude – unglaublich! Scheint, als vertragen sich meine Zutaten besser, als ich denke.

Alle halbe Stunde übergieße ich die Keulen mit dem entstandenen Fond – bis es schliesslich soweit ist: Genug geschmort.

Die Keulen lege ich auf ein Backblech mit Alufolie – denn ihre Ofenzeit ist noch nicht ganz abgeschlossen.

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Es ist ordentlich Fett ausgetreten – bevor ich nun also die Sauce binde, passiere ich den Fond erst durch ein Sieb und warte etwas, bis das Fett sich oben absetzt. Das schöpfe ich vorsichtig ab und die binde die Sauce mit Mehl.

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In der Zeit haben die Enten bei Oberhitze und 200 Grad ihr knusprige Kruste bekommen. Vorsicht an der Stelle – sie werden schneller braun, als man gucken kann.

Dazu gibt es Polenta und einen grünen Salat mit Knoblauch-Sahne-Dressing.

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Das klingt jetzt alles total einfach – aber ich hab schon geschwitzt, und das Timing war auch etwas kniffelig. Aufpassen, dass die Enten nicht verbrennen, dass die Sauce schön bindet, die Polenta nicht anbrennt, und und und…

Nichtsdestotrotz: ich bin schon extrem stolz, denn es war ein GEDICHT. Das Fleisch hat sich fantastisch vom Knochen gelöst, die Haut war knusprig, und diese hervorragende Sauce schmiegte sich an die Polenta wie… ja, wie nur? Aromen: Auf mysteriöse Art und Weise hat sich alles perfekt verbunden.

Meine Oma wäre stolz auf mich.

Schneller Sommer-Snack

Feierabend? Hunger? Warm? Aber bitte nicht so mächtig? Der ideale Sommer-Snack: Garnelen mit Knoblauch und Zucchini-Julienne. Geht ratzfatz und ist einfach lecker.

Zunächst Zucchini in dünne Streifen schneiden, geht am handlichsten mit einem Julienne-Schneider. Garnelen waschen, ein bisschen Olivenöl in die Pfanne und die Dinger scharf anbraten. Würzen mit Salz, Pfeffer und etwas Chilipulver. 

Wenn Sie schön rosa sind ordentlich Knoblauch dazu und die Zucchini-Julienne. Das Ganze noch etwas 1-2 Minuten in der Pfanne schwenken – fertig! Ideal für den kleinen Hunger und wenn man abends keine Lust hat, noch großartig den Kochlöffel zu schwingen. 

Yummy!

Eintopf, Schmortopf oder ganz einfach Güvec.

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Neulich kam ich beim Lammschlachter meines Vertrauens zur Tür herein, als dieser gerade Lammgulasch aufschnitt. Da ich eh gerade unschlüssig war, was denn genau auf den Tisch kommen sollte, habe ich einfach zwei Pfund davon gekauft.

Ich hatte im Auto den Zündschlüssel noch nicht umgedreht, da wusste ich auch schon, was ich denn mit diesem wunderbaren Fleisch machen würde. Güvec – türkischer Schmortopf. Mit Lamm und viel Gemüse. Das wirklich tollste an einem Schmorgericht ist, dass es sich so ziemlich selbst kocht, also dass man absolut nichts mehr zu machen braucht, wenn denn einmal alles im Topf ist. OK, dann hat man zumindest das „wildeste“ hinter sich. Denn zu tun gibt es bekanntlich immer etwas. Aber dazu später mehr.

Also was schiebe ich nachher in den Ofen?

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1 kg Lammgulasch
500g grüne Bohnen
2-3 Zucchini
1-2 Auberginen (bei beiden kommt’s – ganz ehrlich – auf die Größe an..)
4-5 rote Spitzpaprika
6 große Kartoffeln
5 mittelgroße Zwiebeln
5 Tomaten
Knoblauch
Thymian
Minze
Paprikamark
Und um auf Nummer sicher zu gehen, eine Dose Pizzatomaten. Die schmecken auf jeden Fall nach Tomate.

Los geht’s.
Die Bohnen in 2 cm lange Rauten schneiden
Die Kartoffeln und Zwiebeln schälen und ebenfalls klein schneiden. Den Rest vom Gemüse, soweit es geht, nicht schälen und ebenfalls klein schneiden.
Und das war dann auch schon das Gros an Arbeit.

Das Ganze wird jetzt, wie auf den Fotos zu sehen ist, im Schmortopf geschichtet. Ich habe hier meinen gusseisernen 10 kg-Topf genommen, es sollte aber auch mit Römertöpfen oder ähnlichem funzen.

Erst Öl in den Pott.

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Dann das Fleisch, schon gut gepfeffert.

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Darüber die Bohnen.

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Zucchini.

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Die Auberginen.

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Paprika.

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Kartoffeln!

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Darauf dann Zwiebeln und Knoblauch.

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Pfeffer, Salz, Paprika, Thymian, Minze und Pul Biber.

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Und als Topping die feingehackten Tomaten und die Dose Pizzatomaten.

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Das Ganze wird dann bei 170 Grad für anderthalb Stunden, vielleicht auch etwas länger, in den Ofen geschoben.

Auf dem Teller passt dazu ganz gut Yoghurt, aber bitte ein vernünftiger mit 10% Fett – pur oder mit Knoblauch. Oder eben Cacik – die türkische Variante von Tzatziki.
Und ein Salat kann auch nie schaden!

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Guten!

Kleine, aber nicht unwichtige Randnotiz:
Bei Güvec ist es wie bei jedem anderen Eintopf oder Schmorgericht – mit jedem Aufwärmen wird der Geschmack intensiver!!!
Also keine Angst vor den „großen“ Mengen, nach drei Tagen kann man den Rest immer noch einfrieren.

Asiatisches zum Mittag

Gestern Abend habe ich noch den Kochlöffel geschwungen und eins meiner Lieblingsgerichte gekocht – Gemüse mit Huhn in Thai-Curry-Kokos-Sauce.

Das Schöne daran ist: man kann sowohl mit den Fleisch- als auch mit den Gemüsesorten variieren, wie man gerade Bock hat oder was der Kühlschrank hergibt.

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Das Rezept:

2 Hühnerbrustfilets / 1 große Paprika / 2 Lauchzwiebeln / 2 kl. Knoblauchzehen / 2 kl. Schalotten / geriebener Ingwer / 3 Teelöffel rote Currypaste / 1 Dose Kokosmilch / Fisch- oder Sojasauce / ein Löffel Honig / Sesamöl / Pfeffer / 1 Wok / 1 mittlerer Topf

Ich bin Fan von einem ordentlichen Mise en Place, also:

Gemüse in feine Streifen schneiden, Knoblauch fein hacken und den Ingwer fein reiben. Das Huhn ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Sesamöl im Wok erhitzen. Sesamöl ist hoch erhitzbar und zum kräftigen und schnellen Anbraten daher bestens geeignet. Huhn in den Wok geben und ordentlich anbraten. Pfeffern und einen Löffel Honig dazu geben. Mit Fisch – oder Sojasauce ablöschen. Deshalb auch kein Salz zusätzlich aufgelistet – das Zeug ist salzig genug. Das Gemüse, den Knoblauch und den Ingwer dazu geben und mitbraten. Dann 2 Teelöffel Currypaste dazu. Zu guter Letzt das Ganze mit einer Dose Kokosmilch auffüllen. Am besten eine Koskosmilch mit hohem Fettanteil – wird dann nicht ganz so flüssig. Als Beilagen eignen sich Reis oder auch Reisnudeln. Guten!