Express-Ente

Und zack – hatten wir ein Weihnachtsmahl am 23.! Heute auf dem Markt 2 Entenbrüste erstanden. Und eine große Portion Spinat. Von gestern hatten wir noch Kartoffelbrei. 

Die Entenhaut kreuzförmig einschneiden und salzen. Für die Unterseite eine schnelle Marinade aus Senf, Zucker, Salz, Pfeffer und Olivenöl. Die Unterseite damit einpinseln. Dann die Ente auf der Hautseite scharf anbraten, bis sie braun und knusprig ist. Dann bei 90 Grad in den Ofen. Am besten mit Thermometer und dann abwarten, bis sie 60 Grad Kerntemperatur erreicht hat. Dauert etwa 15 Minuten. 
In der Zwischenzeit den Spinat kurz mit etwas Wasser, Salz, Pfeffer und Knoblauch andünsten. Wirklich nur kurz, damit er lauwarm und noch knackig ist. 

Den Kartoffelbrei zu Puffern formen und in der Pfanne in Butterschmalz anbraten.

Und das war es schon! Die Ente wird wirklich sehr saftig und hat einen ganz tollen Eigengeschmack. 

Guten Appetit und frohes Fest!

Süß-scharfes Süppchen

Die besten Gerichte gelingen immer dann, wenn man keine Ahnung hat, ob das, was man sich so geschmacklich erdacht hat, auch hinhaut. Zum Glück habe ich es dokumentiert – der helle Wahnsinn. Ich klopf mir ordentlich auf die eigene Schulter, denn diese asiatische Suppe ist echt richtig gut geworden. Das besondere daran ist sicherlich die Süßkartoffel – in Verbindung mit Garnelen und Kokosmilch ein wahrgewordener Foodgasmus.

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Und sieht dieses Mis-en-Place dazu nicht richtig gut aus? Natürlich habe ich die Süßkartoffel aufgrund ihrer Farbe gekauft. Möhre oder Süßkartoffel? Dann doch lieber mal neues Terrain. Ich gebe zu: diese Süßkartoffel ist die erste, die ich je gekauft hab.

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Die Süßkartoffel, eine frische rote Chili sowie Lauchzwiebel in dünne Streifen schneiden und den Knoblauch fein hacken. Ein Zucchini mit der Reibe in feine Streifen rubbeln.

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Zunächste die Garnelen scharf anbraten, gehackten Knoblauch dazu und mit Phad-Thai-Sauce ablöschen. Nur kurz anbraten, sie sind bereits nach wenigen Minuten fertig. Der Sud, der sich jetzt schon gebildet hat, lässt erahnen, wie es geschmacklich weitergeht. Die Garnelen aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

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Nun die Kartoffeln in etwas Sesamöl scharf anbraten. Achtung: Die nehmen super schnell Farbe an, die Gefahr, dass sie verbrutzeln ist sehr hoch, also schnell und mehrmals wenden.

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Den restlichen Knoblauch, Chili und Lauchzwiebel dazu geben, nachdem die Kartoffel etwas weich geworden ist. Auch hier das Ganze zunächst mit Phad-Thai-Sauce ablöschen. Eigentlich eine Sauce für ein Nudelgericht der thailändischen Küche, eine Art Fischsauce. Ich denke, man kann auch etwas Soja-Sauce oder aber auch Fisch- bzw. Oystersauce verwenden. Dann die Kokosmilch dazu. Nach Belieben noch mit Pfeffer würzen, Salz braucht es aufgrund der Fischsauce nicht!!

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Die Garnelen zusammen mit dem Sud nun zur Suppe dazu geben und etwas köcheln lassen. Die Suppe bekommt durch die frische Chili eine sehr gesunde Schärfe – für mich genau richtig, ich esse aber auch nicht übermäßig scharf.

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Und die Gesamtkomposition ist echt ein Traum. Man hat die Süße von der Kartoffel, das Cremige der Kokosmilch, die Schärfe der Chili und das Fischige der Garnelen – eine Hammer-Kombo. Und sooo gesund! Damit kommt man gut durch den Winter – einfach mal ausprobieren. Auch hier gilt: Wie immer ist alles austauschbar, versucht es mit eurem Lieblingsgemüse oder evtl. ja auch mit Huhn oder Rind?

 

Be creative. Eat!

Dinner am Donnerstag

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Auch im Handelshof kann man gutes Fleisch kaufen. Wie das argentinische Entrecote, das gestern auf unserem Teller landete. Schlachtdatum 11.12.2015, das ist schon ordentlich abgehangen. Man sagt ja, im Schnitt sollte ein Stück Fleisch 6 Wochen liegen, damit es an Geschmack gewinnt. Und so war es. Siehe auch: mal ordentlich „abhängen„…

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Das 2 1/2 Kilostück kostet im Handelshof um die 50 Euro, und man kann aus der Menge locker 10 Steaks rausschneiden. Preis-Leistung also top!

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Wenn man sich hier die Marmorierung anschaut – da hat man gleich Bock auf das nächste Stück. Und juchuuu, zuhause liegt noch mehr als ein Kilo im Kühlschrank und wartet auf uns. Selbstverständlich haben wir es standesgemäß „gebeefed“ und ja, wir sind immer noch den Beitrag zum Gerät schuldig.

Das sogenannte „Rib-Eye“, oder Entrecote ist ein Premium-Cut aus der Zwischenrippe, auch bekannt als Hochrippe.  Das „Eye“ – oder wie wir sagen, die „Praline“, also das Fettauge, ist das Beste am ganzen Stück – das solltet ihr wissen. Es soll Leute geben , die das übrig lassen.

Wehe, ich erwische euch!

Qualitativ ist das argentinische Steak deshalb hochwertig, weil das intramuskuläre Fett im Muskel sehr gut verteilt ist, bedingt durch die Weidehaltung.

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Und schön medium- rare auf den Teller – etwas grobes Meersalz und Pfeffer -dazu noch ein Salätchen…Der Geschmack dieses Stückes ist wirklich richtig, richtig gut. Es hat einen intensiven Eigengeschmack – richtig fleischig, ordentlich nach Rind – wie es sein sollte. Es war extrem zart und dazu wahnsinnig saftig. So oft habe ich noch gar nicht argentinisches Entrecote gegessen, da wir meistens eher deutsches oder irisches Fleisch bevorzugen. Aber es hat sich doch gelohnt, mal über den großen Teich zu schauen.

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Ich geb’s zu, die Salatmischung ist gekauft, dennoch interessant, was drin ist: Lollo Rosso, Lollo Blondo (klingt, als müsste jetzt ein Blondinenwitz kommen), Bull’s Blood (klingt dramatisch – sind aber nur die Blätter der roten Beete), Baby Spinat, Mangold, Mizuna (sieht aus wie Rucola, ist aber eine japanische Salatsorte), Tatsoi (orientalischer Blattsenf) und: essbare Blumen.

In diesem Fall „mehrfarbige Stiefmütterchen“. Ja, Stiefmütterchen kann man essen. ich persönlich halte sie für relativ geschmacksneutral – aber sie sind natürlich unübertroffen als Dekoration. Ich habe gelesen, man kann sie kandieren – eine schöne Vorstellung, das probier ich aus.

In diesem Sinne!

Kulinarische Grüße!

 

 

Fleischsafari

Wie kann man seinen freien Tag besser verbringen als mit einer kleinen Fleischsafari nach Neuss. Dort sitzt das Startup „Don Carne„, welches ausgefallene und qualitativ hochwertige Fleischsorten im Lagerverkauf anbietet. Sozusagen ein El Dorado für Feinschmecker und Freunde der Fleischeslust.

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Ich habe auf Sylt mal ein abgefahrenes Stück Fleisch probieren dürfen, das sogenannte „Txuleton“ vom „Txogitxu“-Rind. Das besondere daran: Das Stück kommt mit 1,3 Kilo am Knochen daher und stammt von einer „alten Kuh“, welche mindestens 18 Jahre alt ist und mindestens 8 Mal gekalbt hat. Das hat zur Folge, dass dieses Fleisch unfassbar durchzogen und endlos zart ist. Manche nennen es auch das beste Fleisch der Welt.

txuleton

Uns steht also ein geschmackvolles Wochenende bevor, denn das gute Stück hauen wir morgen auf den Holzkohlegrill. Und am Ribeye vom irischen Weideochsen konnte ich auch nicht vorbei gehen. Das gibt es ebenfalls im Laufe des Wochenendes, Resultate und leckere Bilder natürlich direkt im Anschluss. Es ist mit Sicherheit kein Schnäppchen, aber laut allgemeiner Meinung sein Geld definitiv wert.

unseres

Ein Besuch bei Don Carne in Neuss lohnt sich in jedem Fall, kompetente Menschen und gutes Fleisch – was will man mehr.

lager

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Kobe Beef ist ebenfalls im Angebot – das leiste ich mir dann, wenn ich heut Abend im Lotto gewinne. Aber bei dem dem Anblick läuft einem das Wasser im Mund zusammen… Wir waren auf jeden Fall nicht das letzte Mal bei Don Carne.

Und zum Mittag gab es eine kleine Kostprobe – das irische Ochsen-Entrecote…

entrecote

…ist einfach der Wahnsinn.

 

DON CARNE NEUSS
Röckrather Weg 10
+49 (0) 2131 – 66 11 977
+49 (0) 2131 – 66 11 951

 

 

Erste Schritte

Das ist es also. Soll ein Foodblog werden, oder wie man das nennen mag.

Eine Dokumentation unserer Mahlzeiten. Von banal bis rustikal, von Grill bis Pfanne.

Da wir ständig dabei sind, neue Dinge auszuprobieren und offenbar eine gewisse Leidenschaft für das Thema entwickelt haben, wollen wir den Rest der Welt daran teilhaben lassen. Wir lernen nie aus.

Es gibt zukünftig Experimente, interessante Rezepte und natürlich Fotos von allem, was man sich so reinschaufeln kann.