1001 Meze

Griechenland! Land der Götter! Du Eldorado für Feinschmecker! Es vergeht doch dort kein Tag, an dem man eigentlich nix zu Essen besellt hat und dennoch der Tisch zu klein für all das ist, was zum Beispiel Kostas aus der Küche trägt. „Meze“ sind einfach Kleinigkeiten, die zum geselligen Zusammensein dazu gehören und ganz selbstverständlich sind. Hier undenkbar! Das macht die Gastfreundschaft in Griechenland einfach aus.

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Und ich wollte euch nicht vorenthalten, was es alles gab.. das weckt vielleicht eure Urlaubsgelüste oder den Drang, vielleicht auch mal nach Griechenland zu fahren.

Natürlich ist Fisch ganz oben dabei, es gibt auf Kreta viele Fischer, die mit kleinen Booten rausfahren und den Fisch dann in ihre Stammtavernen bringen und dort zubereiten lassen.

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Ich liebe frittierte Babycalamari! Ein bißchen Zitrone – mehr braucht es nicht.

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Die kleinen Fische, Sardinen oder Gavros, werden gebraten oder frittiert und man ist sie selbstverständlich mit allem drum und dran – die Gräten sind so weich, die kann man problemlos mit essen.

Da mein Papa ein kleiner Angelfreak ist, durfte natürlich auch sein selbstgefangener Fisch nicht fehlen, die sogenannten Skaros, mit Petersilie gefüllt, aus dem Backofen.

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Im kleinen Kafenion von Kostas (Kafenions sind kleine Lokale, wo sich vorwiegend die Einheimischen treffen) gab es jeden Tag neue Überraschungen aus der Küche. Zum Beispiel gegrillte Lammleber….

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…Eier mit Zitrone und Olivenöl…

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….Fava, Kichererbsenpüree mit Zwiebeln und etwas Olivenöl…

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…oder gekochtes Schweinefleisch mit Möhren….

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… natürlich auch kleine Sardinen, sauer eingelegt, ähnlich wie Matjes…

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…Schnecken… schmecken gar nicht so fies, wie ich immer dachte..

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…dazu ein paar Gläser von Kostas Rosé-Wein.. und der Abend ist gerettet.

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Zum Abschluss griechischer Joghurt mit kandierten Früchten und man rollt nach Hause.

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Eines Abends waren wir eingeladen in eine Taverne, wo es einen griechischen Abend gab – und das ganz ohne Touristen! Dort wurde getanzt, gefeiert, getrunken und gegessen bis spät in die Nacht.

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Mit Gurke und Käse gefüllte, frittierte Bällchen….

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…Schwein aus dem Ofen mit sagenhaften Kreta-Kartoffeln und natürlich hausgemachte Weinblätter.

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Man sollte immer etwas abseits des Weges wandeln, dann erwarten einen oft unverhofft tolle Menschen, einzigartige Speisen und ein Ambiente, das man für Geld nicht kaufen kann.

Und wenn ein Grieche sagt: Probier das, es ist gut! – Dann hat er Recht.

 

 

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Ostern auf Kreta

Gestern war Ostern. Also der orthodoxe Ostersonntag in Griechenland. Und ich Glückspilz bin auf Kreta. Weil mein Vater vor 4 Jahren hier hin ausgewandert ist. Natürlich hat er mittlerweile viele Kontakte geknüpft und so waren wir bei Giannis eingeladen. Denn es ist hier Tradition, zu Ostern mit Freunden und Familie nach dem Ende der Fastenzeit der Völlerei zu frönen und ein Lamm oder eine Ziege zu grillen. Es ist so herrlich rustikal, man muss es erlebt haben.

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Das Lamm grillt fröhlich über mehrere Stunden vor sich hin und Reste werden immer wieder aufgewärmt. Das Fleisch ist zart und sagenhaft lecker.

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Dazu gab es frittierte Kartoffeln aus Giannis Garten. Und die Krönung: als Dessert Kadaefi, Zuckerware vom Feinsten, mit Mandelfüllung und oben drauf Meloneneis… Muss ich mehr sagen?

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Das lebende Lamm war zum Glück nur zu Besuch und nicht, wie ich erst dachte, der Nachschub für den Grill…

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Natürlich gab’s nach dem Dessert die nächste Runde Lamm.

Zum Abschluss des Tages gab es einen  Traum von Oktopus in Zitronenöl.. Hach.

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Die Griechen wissen einfach, wie man genießt. Und das nicht nur zu Ostern.